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Namibia liegt im südlichen Afrika, an der Atlantikküste zwischen Angola im Norden und Südafrika im Süden. Im Osten, zum Innern des Kontinents, grenzt Namibia an Botswana und Sambia. Auf einer Fläche von 825'000 qkm leben 1.9 Millionen Menschen; das Land ist aufgrund seiner extremen Trockenheit nur äusserst dünn besiedelt. Im Norden fallen jährlich ca. 500-700mm Regen; gegen Süden nimmt die Regenmenge allmählich auf ca. 100mm pro Jahr (Schweiz: ca. 1500mm) ab. Von den Baumsavannen im Norden und Osten (Akazien und Mopani-Bäume) wechselt die Vegetation langsam zu einer Halbwüste mit Busch- und Grassavannen im Süden und Westen. Der Küste entlang dominieren riesige Sandwüsten mit hohen Dünen, verursacht vom kalten Benguela-Meeresstrom. |
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Etwa 50% der Einwohner Namibias sind Ovambos. Kavangos, Damaras, Hereros, Namas und Weisse stellen je ca. 7% der Bevölkerung; der Rest verteilt sich auf fünf weitere Ehtnien. Die Amtssprache ist Englisch; Verkehrssprachen sind, neben den 11 lokalen Sprachen, Afrikaans und Deutsch. Über die vorkoloniale Geschichte ist wenig bekannt. Von 1884 bis 1915 war Namiba eine deutsche Kolonie (Deutsch-Südwestafrika), danach südafrikanisches Protektorat. Ab 1960 stieg der internationale Druck auf Südafrika, Namibia ind die Unabhängigkeit zu entlassen. Erst nach langen, auch gewaltsamen Konflikten wurde Namibia 1990 unabhängig. Die weisse Bevölkerung tut sich, nach Jahrzehnten der kolonialen Herrschaft und Apartheidspolitik, einigermassen schwer mit dem neuen Namibia. Ein latenter Rassismus ist noch an vielen Orten zu spüren. Die namibische Regierung hat jedoch bisher im Umbau des Landes Augenmass bewiesen; die Landreform läuft bislang ruhiger ab als z.B. in Simbabwe. Die wirtschaftliche, soziale und politische Umgestaltung läuft langsam, aber kontinuierlich. Bergbau und Fischerei sind wirtschaftlich bedeutend, beschäftigen aber nur einen sehr kleinen Teil der Menschen. Die Landwirtschaft (kommerzielle weisse Farmwirtschaft und kleinbäuerliche schwarze Subsistenzwirtschaft) beschäftigt etwa einen Fünftel der Menschen. Der Tourismus ist, sowohl von den Deviseneinnahmen als auch von den Arbeitsplätzen her, der am stärksten wachsende Wirtschaftszweig. Etwa 40% der Bevölkerung Namibias sind arbeitslos. |
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Die Landschaft Namibias ist so kontrastreich und farbig wie der Südwesten der USA, die Tierwelt ist so vielfältig wie in Kenia und Tansania, das Trinkwasser ist so rein wie in der Schweiz, und die Strassenränder sind so sauber wie in Singapur. Wer Unterhaltung und Action sucht oder Drittweltexotik, wird sich in Namibia nicht wohl fühlen. Die touristische Infrastruktur ist auf Individualreisen ausgerichtet (die Weite der Landschaft, die Sensibilität der Ökosysteme Savanne und Wüste und die Wasserknappheit eignen sich nicht für Massentourismus). Die meisten Touristen unternehmen Rundreisen im Mietwagen (normale Limousinen oder, auf den ungeteerten Strassen praktischer, Geländewagen); man sieht aber auch Pauschalreisende in grossen Bussen. Man übernachtet in Lodges oder Gästefarmen; Hotels findet man einzig in den grösseren Städten. Campieren ist möglich und in einigen Gebieten notwendig. Die beste Reisezeit ist der Südfrühling (September bis November). Im Südwinter sind die Nächte lang und sehr kalt; im Südsommer (Dezember bis Februar) wird es unerträglich heiss. Namibia ist ein sicheres Reiseland. Das Strassennetz ist fast immer ausgezeichnet signalisiert, die Kriminalität ist gering, die Versorgung mit Tankstellen ist, abgesehen vom Nordosten, ausreichend. Auf den Rundreisen, für die man mindestens zwei Wochen Zeit haben sollte, legt man grosse Distanzen mit einer relativ niedrigen Geschwindigkeit zurück; Etappen von 350 Kilometern benötigen leicht 6-7 Stunden Fahrzeit. Für Individualreisende sind drei Dinge lebensnotwendig: Zwei Ersatzreifen, genügend Trinkwasser und genügend Bargeld (die Tankstellen akzeptieren keine Kreditkarten). Es lohnt sich, an jedem Ort, den man besucht, zwei oder sogar drei Nächte zu verbringen. Die Lodges und Gästefarmen bieten Ausfahrten im Geländewagen oder leichte Wanderungen an, auf denen man viel über das Land, die Menschen und seine Tier- und Pflanzenwelt erfährt. Zur Reisevorbereitung sind im deutschsprachigen Raum die Bücher von Michael Iwanowski, vor allem das "Namibia Reisehandbuch", unentbehrlich. |
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